Tanzdemonstration gegen Rechtsruck & Polizeigewalt

FÜR FREIRÄUME!

in Kooperation mit der Kampagne AFFE
Freitag, 23.8. - 17 Uhr Bahnhof Essen-West

Nächsten Freitag, den 23.8., wollen wir mit einer lauten, bunten, queeren und feministischen Demo durch den Stadtteil Essen-Frohnhausen ziehen. Los geht's um 17 Uhr am Essen-West S-Bahnhof.

 

Wir machen die Demo in Zusammenarbeit mit dem Kreisch - Festival für Straßenkünste, weil für uns Straßenkünste alle Aktionen sind, mit denen wir uns den öffentlichen Raum für eine widerständige, kreative und emanzipatorische Politik aneignen.

 

Bei der Demo wird es vom Wagen Live-Musik mti DJs und den Asexual Burnout Sisters geben.

Am Ende schauen auf dem Frohnhauser Platz den Film Der Gipfel - Performing G20

 

Ablauf:

Wir sammeln uns ab 17 Uhr auf dem Vorplatz des S-Bahnhof Esssen-West. Von dort ziehen wir zur Zwischenkundgebung am Gervinusplatz und von dort zum Frohnhauser Markt.

 

Dort wird ab 20 Uhr der Film Der Gipfel - Performing G20 gezeigt. Der Film thematisiert künstlerische Interventionen im Rahmen des G20 Gipfel (z.B. von 1000 GESTALTEN oder Schwabinggrad Ballett) und bringt unser Demo-Thema in einer größeren Zusammenhang

 

 

 

 

 

 

AUFRUF ZUR

TANZDEMO GEGEN RECHTSRUCK UND POLIZEIGEWALT & FÜR FREIRÄUME
AM 23.8. IN ESSEN-FROHNHAUSEN

 

Der grassierende Rechtsruck und die Zuspitzung politisch motivierter polizeilicher Repressionen äußert sich auch in Essen. Dies bedroht das Recht anders sein zu dürfen und bringt antifaschistische, nicht hetero-normative und nicht-weiße Personen in Lebensgefahr.

 

So kann beispielsweise die rechte Mackergruppierung, die sogenannten „Steeler Jungs“, Woche für Woche ungehindert durch den Stadtteil marschieren, während die Gegenproteste von der Polizei eingehegt und von den Mitgliedern der „Steeler Jungs“ verfolgt werden. (1,2)

 

In der Polizeiarbeit zeigt sich der Rechtsruck in verdachtsunabhängigen Kontrollen von Menschen, die nach Migrationshintergrund aussehen, in regelmäßigen Razzien in Cafés und Sisha Bars und in den beiden Fällen tödlicher Schüssen der Polizei auf Geflüchtete in Altendorf und Altenessen. (3,4)

 

Die Essener Lokalpresse, insbesondere in Person des WAZ-Redaktionsleiters Frank Stenglein, lässt in der Beschäftigung mit diesen Themen jedes Demokatrieverständnis missen.

 

Gewalt gegen Demonstrant*innen, die sich rechten Aufmärschen entgegenstelle nimmt ebenso zu.  In den letzten Monaten zum Beispiel in Duisburg und Kassel (5). Linke Freiräume und Projekte werden angegriffen; Anfang Juni wurden im Zuge eines Polizeieinsatz am AZ Mülheim Mitarbeiter*innen schikaniert, verletzt und sexistisch behandelt. (6) Die Polizei hat im letzteren Fall mit einer vollständig gegenteiligen Darstellung des Sachverhalts reagiert, die Betroffenen und das AZ-Mülheim angezeigt. Dies ist ein Angriff auf linke Kulturorte, dem wir uns kollektiv engegen stellen wollen.

 

Wir sehen dies alles als Teil eines fortschreitenden gesellschaftlichen Rechtsrucks, in dem ein Klima der Angst und Einschüchterung erzeugt wird und Räume, in denen sich Menschen frei von Diskriminierungen und Zwängen entfalten können, zurück gedrängt werden. Dem stellen wir uns mit dem kontinuierlichen Einsatz für freie Kultur und gegen jegliche menschenfeindlichen Umtriebe entgegen.

 

Wir treten weiterhin für antifaschistische, selbstbestimmte Freiräume ein – auch über diesen Abend hinaus. Lasst uns auf die Straße gehen, um gemeinsam für ein gutes Leben für Alle zu streiten!

 

 

Quellen zum Aufruf:

(1)

Die „Steeler Jungs“ verbreiten Angst in Essen - Belltower.News

(2)

Was die „Steeler Jungs“ so denken - Essen stellt sich quer

(3)

Über 60 kamen zum geplanten 3-stündigen Protest durch Altendorf - Blutrotes Demotuch für erschossenen Adel

(4)

Schuss ins Herz: Musste Mikael Haile wirklich sterben?

(5)

BFE-Beamte hatten auf der Straße sitzende Nazigegner mit Reizgas besprüht - Klagen gegen Polizeigewalt in Kassel

(6)

„Brutaler Polizeiübergriff auf Mitarbeiter*innen des Autonomen Zentrums''

 

Die Demonstration wird unterstützt vom

Netzwerk X - für Kunst & Soziales