Feministische Lesearbeit

Sonntag, 25.8., im Rahmen des Tag Im Park, 15-19 Uhr

 

Das Konzept der Lese-Arbeit wurde vom Theorie und Praxis e.V. als intervention entwickelt, um auf verschiedene Aspekte kapitalistischer In-Wert-Setzung von Arbeit hinzuweisen. Von der Frage ausgehend „Welche Arbeit wird (im Kapitalismus) bezahlt, welche nicht?“, gibt Lese-Arbeit eine sichtbare, aber nicht mehrwertproduzierende Antwort:

 

„Unsere Intervention in den gegebenen gesellschaftlichen Körper – früher mal: die Verhältnisse – besteht in öffentlich sichtbarer Arbeit, die keinen verwertbaren Wert erschafft. Im Lesen und im Denken. Und definitiv nicht im Lesen und Bedenken von neueren und neuesten Anweisungen zu kultureller als die industrielle ablösende mehrwertproduzierende Arbeit der Zukunft. Sondern eher von Theoremen und Strategemen zu einem Leben nach der menschlichen (Frohn-/Lohn-)Arbeit als lebensausfüllendem Beitrag zum schlichten Überleben. Wir machen, was die Produktivkräfte locker längst ermöglichen, die Produktionsverhältnisse dagegen zunehmend verhindern: Wir befreien uns und andere temporär aus dem Joch der erzwungenen Teilnahme an marktkonformer Produktivität. Konkret sitzen wir im Park und lesen; und laden andere dazu ein, ihre sonstigen Überlebensarbeiten zu reduzieren und dasselbe zu tun. Natürlich bezahlt, weil anders geht’s ja (noch) nicht.“

 

Die Wünschelrute & feministische Lesearbeit

 

aka. physikalische Wirkungszusammenhänge von Macht, Geld und Kinderwagen

 

= dialektische Zauberei

 

Es war einmal eine zertifizierte Rutengängerin (Christina), die sich im Gervinus-Park verirrte und sich zur Aufgabe machte: Ich werde Menschen hier zum Gold (Geld) führen. Die hölzerne Astgabel der Rutengängerin reagiert auf die Anziehungskraft von Feminismus.

 

Zur gleichen Zeit begab sich die Frau mit den vier Gesichtern (Sarah) in den Park, der rote Kinderwagen (mobile Bücherauswahl) ist immer an ihrer Seite.

 

Zu jeder vollen Stunde (also 4-mal) schnapp sich die Rutengängerin Parkbesucher und es wird sich auf die Suche gemacht. Gefunden wird der rote Kinderwagen (voll mit fem. Literatur).

 

Nach den 5 Minuten gibt es das Gold (Geld) zu verdienen. Die Rutengängerin erklärt die feministische Lesearbeit. (10 € / h) Alle sind herzlich eingeladen.

 

Die feministiche Lesearbeit ist ein Projekt des Katzentisch

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Klaus Steffen's - Harmoniemedia

Der letzte Emschamane - Rheinische Post